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9.10.2000
Rund um Harris, oder: Golden Road, eine Jacke und "Abhainn Suidhe"

Auch das Frühstück von Mrs Morrison, pardon, Flora, kann sich sehen lassen und war sehr delikat. Erwin aus Luzern frühstückte auch und wolte die Nachmittagsfähre um 16:10 Uhr nach Skye nehmen. Kurzentschlossen taten wir uns zusammen, um die Insel ein wenig zu erkunden. Wir nahmen zuerst die Ostroute auf der so genannten "Golden Road", von der behauptet wird, sie heiße so, weil ihr Bau so viel Geld verschlungen habe. Die Straße bietet jedoch nach meinem Geschmack nicht sehr viel. Im Gegensatz hierzu war die Westküste nach kurzem Kaffeestopp in Leverburgh (die Fährstation nach North Uist mit Aussicht auf diese Insel) sehr viel attraktiver: wunderschöne weitläufige weiße Sandbuchten, die wir sehr genossen, wobei insbesondere die Kulisse bei Seilebost hervor zu heben war (Es fehlten nur die Palmen und ein paar Grad, Wind und Wellen zum Surfen gab´s hingegen reichlich).
Nach Rückkehr zum "Tigh na Mara" wollte sich Erwin auf den Gang zur Fähre vorbereiten. Unvermittelt stürzte er jedoch wieder aus dem Haus und gab an, seine Windjacke zu vermissen. Er (und ich dann auch) war sich sicher, die Jacke beim Kaffeestopp in Leverburgh hängen gelassen zu haben. Es war Zehn vor Drei, die Fähre fuhr Zehn nach Vier und die Jacke war knapp 40 km entfernt. Eigentlich wollte ich sofort weiter an die südwestliche Küste von Nord-Harris am West-Loch Tarbert. Doch da ich ein Auto hatte, Erwin aber nicht, war ich in der Pflicht: Ich fuhr kurz entschlossen schnell nach Leverburgh, um die Jacke abzuholen. Tatsächlich hing die Jacke noch am vermuteten Ort und die Zeit reichte auch. Nach einer Stunde Fahrt (hier kommt man nicht auf eine so hohen Stundenschnitt) konnte ich die Jacke einem glücklichen Erwin in die Hand drücken. Wir verabredeten uns für den nächten Tag auf Skye und er versprach, mich dann zum Dank zum Essen einzuladen. Es war nun Vier Uhr und noch Zeit, mein ursprüngliches Ziel zu verfolgen. So befuhr ich noch die bis auf eine Ausnahme recht unauffällige Südwestküste von Nord-Harris. Diese Ausnahme bildet ein kleines, aber feines Schlösschen namens "Abhainn Suidhe", was
Abhainn Suidheabermals Gälisch ist und soviel wie "Sitz am Fluss" bedeutet. Warum, wo doch das Schloss an einem Meeres-Loch liegt? Die Antwort war nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören: links vom Schloss ergießt sich über mehrere natürliche Treppenstufen ein kleiner Fluss laut hörbar ins Meer (Bild li.). Das weitere Kuriosum des Ortes liegt darin, dass die Straße unmittelbar an der Haustür des Hausherrn zwischen Haus und dem sehr gepflegten Schlossrasen entlangführt, ohne aber den Charakter einer Durchgangsstraße zu haben (Bild re.). Hinter diesem Schloss mit abschließendem, turmbewehrtem Torbogen findet sich entlang der Strecke nichts Aufregendes mehr. Einzig erwähnenswert ist noch die diese Strecke abschließende, schöne kleine Bucht von Huisinis. Hinter dieser geht es nur noch zu Fuß weiter, wofür aber leider keine Zeit blieb. So kehrte ich nach Tarbert zurück, um den letzten vollen Tag auf Harris wieder mit einem Essen und ein paar Lager im "Harris-Hotel" zu beschließen, denn am nächsten Tag sollte ich nach Skye übersetzen.

nächster Tag:
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Letzte Änderung / last revised: 27.12.2003

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