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10.10.2000
Inselhopping nach Skye

Nach einer gut verbrachten Nacht stärkte ich mich mit Floras gutem Frühstück und machte mich langsam daran, zu packen. Es war genug Zeit, denn die Fähre sollte erst um Zehn vor Zwölf Uhr mittags abfahren. Die Überfahrt dauerte bis Zwanzig vor Zwei Uhr und war ruhig. Rubha Idrigill an der Spitze der Bucht von UigAm Pier in Uig auf Skye (Bilder links), schön gelegen in einer hufeisenförmigen Bucht, wartete bereits Erwin. Wir beschlossen, zunächst die Halbinsel Vaternish (teilweise auch Waternish genannt) zu erkunden. Die Fahrt führte zunächst Richtung Dunvegan. Hier fielen neben den "Cuillin Hills", den höchsten Erhebungen der Insel, Uig Fährhafen auf Skyewelche sich wie eine sachte Linie abzeichneten, auch einige Hügel auf, deren Spitzen wie bei einem Kegelstumpf abgeschnitten schienen. Einige Kilometer vor Dunvegan bogen wir dann nach rechts ab. Wir erreichten dann am Ende der Straße das kleine malerische Fischerörtchen namens "Stein", dessen Name tatsächlich auch Stein bedeutet (Bild re.)Stein. Hier wie auch an anderen Stellen Schottlands schlägt die germanisch-normannische Sprachfamilie durch, welche mit den lange die Highlands beherrschenden Norwegern hier her getragen wurde. Andere Beispiele: Monkstadt nördlich von Uig auf Skye oder der auch im schottischen Original so genannte Jarlshof auf den Orkneys.
In Stein zweigte dann eine andere Straße ab, welche weiter zum Ende der Halbinsel führte. Dort fanden wir die kleine, nicht sonderlich attraktive Bucht von Ardmore auf, oberhalb derer sich aber der Friedhof von Trumpan befindet, welcher sehr viel mehr zu bieten hatte. Er weist eine zerfallene, sehr alte Kirche auf (Bilder li.)
Ardmore Bay. Sie soll alten Erzählungen zufolge Schauplatz einer blutigen Vergeltungsaktion der McDonalds gewesen sein: Nachdem die McLeods, die ewigen Konkurrenten der Insel, alle MacDonalds einer vorgelagerten Insel ermordet hatten, sollen die McDonalds eines Sonntags im Jahre 1578 die Kirche, in denen die örtlichen Clanangehörigen der McLeods Kirche von Trumpanihren Gottesdienst abhielten, abgesperrt und angesteckt zu haben. Nicht einer soll der Feuersbrunst entkommen sein.
Nebenan ist Lady Grange bestattet, eine Frau, welche gedroht haben soll, die Rebellionspläne ihres Mannes, eines hohen Beamten in Edinburgh, gegen den englischen König während des Jakobitenaufstandes des Jahres 1730 zu verraten. Nachdem Ihr Mann sie 15 Jahre an verschiedensten abgelegenen Orten versteckt und ihr Tod bereits 1730 der Öffentlichkeit verkündet worden war, verstarb sie
Kreuz auf dem Friedhof von Trumpan unglücklich und schwer erkrankt in Vaternish, ohne jemals Gelegenheit zum Verrat gehabt zu haben.
Nach diesem Abstecher fuhren wir zurück, um uns einerseits die Burgruine von Duntulm Castle, dem vormaligen Stammsitz der McDonalds bis 1730 anzuschauen und andererseits wollte ich mich bei meinen neuen Gastgebern melden. Duntulm liegt sehr verfallen an der Spitze der Halbinsel Trotternish. Von der erhöhten Lage hat man bei gutem Wetter einen sehr schönen Blick auf den so genannten "Little Minch", dem Meeresabschnitt, der Lewis bzw. Harris von Skye und dem Festland trennt. Wenn man Glück hat, kann man sogar diese äußere Hebrideninsel gut erkennen. Weiter ging es dann nach Staffinbay, um meine Gastgeber aufzusuchen. Mrs Peggy McDonald wies mich sehr freundlich in meine neue Unterkunft ein. Hiernach fuhren wir dann weiter nach Portree (Bild li.), denn Erwin wollte sich ja noch für die Rettung seiner Jacke mit der Einladung zum
PortreeEssen erkenntlich zeigen. Wir wählten ein indisches Restaurant und ließen es uns gut und scharf schmecken. Nach dem Abschied von Erwin kehrte ich nach Staffinbay in völliger Dunkelheit zurück. Nach der kommenden Nacht wollte ich dann in Abhängigkeit vom Wetter entscheiden, ob ich meine Bergwanderung durch die "Quiraing" morgen, übermorgen oder vielleicht gar nicht durchführe.

nächster Tag:
Quiraing

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Letzte Änderung / last revised: 27.12.2003

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