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11.10.2000
Quiraing

Die Nacht war stürmisch, kalt und nass. Das verhieß eigentlich nichs Gutes für meinen Ausflug in die Quiraing. Aber es barg auch die Chance, dass die gestrigen Wolken nun weggeblasen werden und so die Wolkendecke aufgerissen wird. Nach dem kräftigen Frühstück bestärkte mich ein Blick in den Himmel und der Rat von Angus McDonald, es doch entsprechend angezogen zu versuchen. Peggy bot sich spontan an, mich zum Startpunkt der Wanderung auf dem erhöht gelegenen Startpunkt in die Quiraing von der Straße nach UigParkplatzes (Bild re.) zu bringen, was ich dankend annahm. Sie schlug mir außerdem vor, auf der anderen, westlichen Seite des Höhenzuges zum Parkplatz zurück zu kehren, anstatt nach Durchstreifen des Höhenzuges, der von Nord nach Süd verläuft, über die Küstenstraße zurück zu gehen. Ich war noch unentschlossen und wollte dies von der Siuation abhängig machen. Eigentlich sollte die Route recht einfach und mit einer Länge von rund sechs Kilometern (in der Variante zur Küste) gut zu bewältigen sein. Und so startete ich guten Mutes und diesmal mit ausreichend Mineralwasser und Proviant versehen in das Abenteuer, auf das ich mich auf meiner Reise am meisten gefreut hatte.
Peggy brachte mich hinauf und gab mir noch weitere Tipps und dann gin es endlich los. Erfreulicherweise spielte sogar das Wetter mit, denn die Sonne scheinte und der Wind hatte sich auch gelegt. Sogar die Sicht war sehr gut, nicht wie sonst so häufig diesig und grau. Es war ein gut erkennbarer Weg mit einem kleinen Wasserfall zur Linken (Bild li.)
Wasserfall in den Quiraings, der zuächst entlang des Hanges leicht zu begehen war. Ich begegnete nur einigen, wenigen Leuten, die es ebenfalls in dieses beliebte Wandergebiet gezogen hatte. Schon hier war die Aussicht toll. Man sah die Staffin Bay, das Hinterland und gegenüber das Festland in viele Grün- und Grautönen.
Schließlich erreichte ich das Gebiet von "The Needle", "The Prison" (Bilder re.) und "The Table", drei der auffälligsten Felsformationen. "The Needle" ist ein schmaler, spitz zulaufender Felsen und nicht zu besteigen. Rechts daneben findet sich "The Prison" wieder, das "Gefängnis", welches über einem separatem Weg bestiegen werden kann. Es ist eine viereckige Formation, welche an den Ecken scheinbar Türme wie zur Bewachung und fast senkrechte Wände aufweist und fast schon bedrohlich wirkt. "The Table" ist wie
The Needle eine Tischplatte oben flach und weist ebenso wie "The Prison" eine grüne saftige Wiese auf. Ich beschloss, Richtung "The Table" aufzusteigen und bestieg hierzu den Hang und den kleinen Kamin, der hinter der "Needle" entlang führte. Bereits hier wurde ich schon als untrainierter und rauchender Städter entlarvt, denn ich geriet zunehmend aus der Puste. Doch die einzigartige, wilde Landschaft und der sich zudem noch steigernde Ausblick entschädigte für vieles (Bild unten li.). Wie froh ich doch war, ein solches Gück mit dem Wetter zu haben!
Oben angekommen, machte ich eine Pause und genoss die Assicht.
The Prison Ich sah mich noch ein wenig um und fand noch so manche Perspektive zwischen den Felsen. Dann stieg ich wieder hinab, was angesichts des steilen Hanges nicht so einfach schien, aber doch reibungslos verlief. Weiter ging es zwischen den kuriosen Felsformationen und bald kam ich zu einer Weggabelung. Hier hieß es nun, sich zu entscheiden, ob ch dem Rat von Peggy oder dem Wg zurück an die Küste folgen sollte. Ich entschloss mich, Peggys Vorschlag anzunehmen und nahm den linken Weg . Er Quiraing - Blick nach Nordenführte mich über einen alten Zaun und eine teilweise eingefallene Mauer den Bergkamm hinauf zu einem weiteren Zaun, den ich überstieg. Aber auch hier wurde mein Atem zunehmend kürzer. Ich ging trotzdem, nunmehr Richtung Süden weiter am Bergrand entlang hinauf zur Hochebene, welche sich an den Bergkamm anschließt. Dort verschaufte ich mal wieder und hatte einen einmaligen Ausblick: Rechts im Osten das Festland und Staffin Bay (Bild re.) sowie zwei kleinere "Berg"-Seen (Bild unten li.), nach Norden die Spitze der Halbinsel Trotternish und, gar nicht so weitStaffin Bay - von obenweg scheinend, die Insel Lewis (Bild unten re.) und vielleicht noch ein wenig von Harris. Hier oben blies aber der Wind wieder kräftig as Richtung Norden, wohin sich mein Blick wendete. Leider hatte sich der Blick aufs Festland erheblich verschlechtert, denn mit dem Wind zog eine Schlechtwetterfront mit reichlich Regen heran. Ich befürchtete nun, möglicherweise in den Wolken meinen Weg durch die Hochebene nicht mehr finden zu können. Daher machte ich mich (leider!) Quiraing - Loch Hasco (vo.) Loch Langaig (hi.)wieder auf den Rückweg, um an der Weggabelung den anderen Weg wieder hinab zur Küste zu nehmen. Dies war dann auch keine schlechte Wahl, denn der Weg führte an den bereits von oben erspähten Seen vorbei, wobei mir freundlich grüßend zwei schon betagtere Ladies entgegen kamen. Schließlich erreichte ich die Straße, welche mich entlang der Küste und der Ortschaft "Digg" wieder zurück zu meiner Unterkunft in der Staffin Bay führen sollte. Ich war nun ziemlich geschafft und meine Füße schmerzten, denn sie waren so etwas halt nicht gewohnt! Der Weg wurde länger und länger und ich war froh, dass mich Peggy auf der Straße auflas und den letzten Kilometer mitnahm. Aber es war ein toller Tag, von dem ich noch lange zehren werde. Ich hatte nun keine Lust mehr,Quiraing - Blick nach Lewis irgendwohin zum Essen zu fahren und verpflegte mich mit dem mitgebrachten Nudeltopf, zu dem mir Peggy dankenswerterweise heißes Wasser und eine Kanne voll Kaffee fürsoglich beisteuerte. So gestärkt ging es mir wieder erheblich besser, obwohl meine Füße immer noch schmerzten. Ich war aber hochzufrieden, hatte ich doch den bisher schönsten Tag meines Urlaubs erlebt. Und so verbrachte ich den Rest des Tages in aller Ruhe und streckte voll Erinnerungen an die doch mehr als fünfstündige Tour alle Viere von mir. Der nächste Tag, so mein Entschluss sollte aber entschieden ruhiger verlaufen.
 

Fortsetzung folgt / to be continued

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Erster Tag: Der Weg in die Highlands

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Letzte Änderung / last revised: 27.12.2003

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