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8.10.2000
Von Lewis nach Harris

Nach einem guten Frühstück und einem herzlichen Abschied von den Eheleuten MacMillan fuhr ich bei noch schönem Wetter Richtung Harris los. Es war Sonntag, und dies ist hier ein besonderer Tag, mehr als es der Sonntag in der übrigen christlichen Welt darstellt: es fahren keine Fähren, Autos werden auch kaum gefahren und wenn doch, dann allenfalls, um von entlegenen Dörfern zum Gottesdienst in der Kirche zu gelangen. Genau dies erfuhr ich bei meinem Abstecher im Süden von Lewis an die Ostküste nach Lemreway (gälisch Leumrabhagh). Es war viertel vor Zwölf Uhr: bei einem Ort mit einer Kirche und einem uralten Friedhof (Taobh a' Ghlinne) begegnete ich mehreren Wagen, meist besetzt mit einem schwarz gekleideten Mann und einer ebenso schwarz ausgestatten Ehefrau (es musste einfach die Gattin sein), diese zusätzlich ausgestattet mit recht breitkrempigem schwarzen Hut und schwarzen Handschuhen.Fährhafen von Tarbert am East Loch Tarbert Nachdem ich diesen beschaulichen, aber nicht sonderlich spektakulären Teil der Insel verlassen hatte, kehrte ich auf die Hauptstraße zurück, welche mich nach Tarbert (oder gälisch An Tairbeart, Bild re.) führen sollte. Gegen halb Drei Uhr nachmittags erreichte ich "Tigh na Mara", gälisch für "Haus am Meer" (Bild li., aufgenommen von der Fähre nach Skye). Mrs Morrison begrüßte mich freundlich und stellte sich als "Flora" mit Vornamen vor, eine hier durchaus übliche und sympathische Form, miteinander umzugehen. Sie ist auch ein sehr gläubige Frau, was sich in der sehr liebevollen Ausstattung niederschlägt, die mit Bibelsprüchen und Kalendern mit B&B Tigh na Mara (im Vordergrund - mein Zimmer o.li.)Bibelzitaten angereichert ist. Einzigartig und geradezu umwerfend war jedoch der Ausblick aus meinem (wie auch jedem der anderen drei) Zimmer in die Bucht des East Loch Tarbert: Leicht erhöht mit unverbauter Sicht entlang der Ostküste von südöstlichen Harris. Nach Ausladen der benötigten Gepäckstücke traf ich in der "Residents Lounge" einen sehr netten Schweizer namens Erwin, welcher ebenfalls von Stornoway gekommen war, nur einen Tag eher als ich. Wir tauschten unsere Reiseerfahrungen aus, wobei sich heraus stellte, dass er auch nicht zu ersten Mal Mal in Schottland war und zudem auch schon Afrika und Alaska bereist hatte. Darüber wurde es dann früher Abend und ich schickte mich an, in das von Mrs Morrison empfohlene "Harris Hotel" Essen zu gehen. Plötzlich bemerkte ich, noch die Schlüssel vom B&B "Fernlea" bei mir zu haben. Ich stellte mich schon innerlich darauf ein, den nächsten Tag mit einer Fahrt ins 50km entfernte Stornoway zu beginnen, um die Schlüssel wieder zurück zu geben. Doch nach einem kurzen Anruf bei den MacMilans beruhigte mich Mr MacMillan: es genüge, die Schlüssel per Post zurück zu senden. So schloss ich diesen Tag voller Vorfreude auf den nächsten, denn dann sollte Harris erkundet werden.
 

nächster Tag:
Rund um Harris, oder: Golden Road, eine Jacke und "Abhainn Suidhe"

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Letzte Änderung / last revised: 27.12.2003

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